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Ein Burn-out-Syndrom kann sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen. In vielen Fällen spüren die Betroffenen einen fortschreitenden Kontrollverlust, dem sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Die Symptome setzen meist schleichend ein und nehme allmählich in Intensität und Ausmaß zu.

  

Fortschreitender Kontrollverlust

Die meisten Betroffenen, die auf einen Burn-out zusteuern, haben das Gefühl, nicht mehr über ihre eigene Zeit bestimmen zu können und sich in einem Sog oder Strudel zu befinden.

  

Man kann sich dies wie eine Zugfahrt vorstellen, bei der der Zug immer schneller und schneller wird. Zunächst sieht man aus dem Fenster und genießt die gemütliche Fahrt. Der Zug beschleunigt – auch das ist noch angenehm, vielleicht sogar aufregend und spannend. Je schneller der Zug wird, umso größer wird jedoch auch das Unbehagen. Sie schaffen es einfach nicht, auszusteigen... Schließlich rasen Sie mit dem Zug die Schienen entlang, versuchen, sich verzweifelt festzuhalten... bis der Zug am Ende entgleist.

  

Ausweglose Situation

Ein Burn-out macht sich oft dadurch bemerkbar, dass man sich hilflos fühlt und die Lage als ausweglos wahrnimmt. Man fühlt sich in der Situation „gefangen“. Für Außenstehende (und manchmal auch für einen selbst ) ist bereits klar, dass man etwas ändern muss. Verzweiflung und Überforderung führen aber oft dazu, dass man die eigene Situation nicht mehr objektiv beurteilen kann und dass man befürchtet, völlig die Kontrolle zu verlieren...

 

Symptome setzen schleichend ein

Burn-out-Symptome entwickeln sich in der Regel schleichend über einen längeren Zeitraum. Die Betroffenen halten ihre Situation unter Umständen für völlig normal. Ein Leben ohne Stress und Erschöpfung können sie sich gar nicht mehr vorstellen.

  

Dieses Phänomen lässt sich am Beispiel von zwei Fröschen veranschaulichen: Der erste Frosch wird in ein Gefäß mit kochendem Wasser gesetzt und springt aufgrund des Schmerzreizes sofort wieder heraus. Der zweite Frosch wird in ein Gefäß mit kaltem Wasser gesetzt und beginnt, darin herumzuschwimmen. Wird das Wasser in dem Gefäß jetzt langsam erhitzt, bemerkt der Frosch die Temperaturänderung nicht, bis er schließlich in dem kochenden Wasser stirbt.

  

Dieses Beispiel lässt sich auch auf die Arbeitswelt übertragen: Wenn der Druck an Ihrem Arbeitsplatz langsam zunimmt, gewöhnen Sie sich unter Umständen daran und bemerken nicht, dass Sie eigentlich gestresst und übermüdet sind. Sie empfinden die belastende Situation als „normal“.

  

Weitere Symptome

Die Symptome sind nicht bei jedem Betroffenen gleich. Wer unter Burn-out leidet, zieht sich vermehrt zurück, ist zunehmend teilnahmslos (oder hyperaktiv) und pessimistisch. Weitere Symptome sind körperliche und geistige Erschöpfung sowie übermäßige körperliche Anspannung und Schmerzen. Im Berufsleben macht sich der Burn-out durch das Sinken von Motivation und Konzentration sowie durch das allgemeine Nachlassen der Leistung bemerkbar. Intensität und Ausmaß der Symptome nehmen in der Regel im Laufe der Zeit zu.

  

Je erschöpfter die Betroffenen sind, umso schwächer ist im Allgemeinen auch das Immunsystem. Betroffene sind außerdem anfälliger für Krankheiten wie Grippe, Erkältung, Hals- und Ohrentzündungen usw. 

  

Weiter (Wie lange dauert es, bis ein Burn-out-Syndrom entsteht?) >

 

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