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Startseite Burn-out Phasen Chronischer Stress
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Wenn der Körper über einen längeren Zeitraum zu großer Belastung ausgesetzt war, wechselt er in eine Phase, die als „chronischer Stress“ bezeichnet wird. Die Betroffenen sind sich dabei unter Umständen gar nicht bewusst, dass sie unter zu großem Stress leiden.

   

Normalzustand

Ganz links in der Grafik ist der Normalzustand eines entspannten und gesunden Menschen dargestellt. Belastung bzw. Anstrengung führen zu einem erhöhten Stressniveau im Körper. Wird die Stressursache beseitigt, kann der Körper den Normalzustand wiederherstellen.

  

Verzögerte Erholung

Wenn Stress zu einem Dauerzustand wird, braucht der Körper länger als gewöhnlich, um den Normalzustand wiederherzustellen. In der Grafik ist dies durch die langsamer abfallende, weniger steile Kurve dargestellt.

  

Chronischer Stress

Hält die Stressbelastung zu lange an, kann der Körper sich irgendwann nicht mehr erholen – Stress wird dann zu einem chronischen Zustand.

  

Welche Ursache steckt dahinter?

Der Normalzustand des Körpers ist „entspannt“. Nach langanhaltender Stressbelastung ist das natürliche Gleichgewicht des Körpers jedoch gestört. Der Körper „merkt“ sich das Stressniveau und setzt dieses mit dem Normalzustand gleich, wie aus der Grafik links ersichtlich ist.

  

Außerdem verliert das Hormon, das die Stressreaktion des Körpers „abschaltet“, langsam seine Wirkung. Der Körper hat sich so an den Dauerstress gewöhnt, dass er nicht mehr auf Entspannungssignale reagiert. Die gesamten Kraftreserven des Körpers werden nun vom Stress „aufgefressen“ – mit dem Ergebnis, dass andere wichtige Körperfunktionen leiden. Trotz hohem Energieverbrauch läuft die Verdauung auf Sparflamme und der Körper wird nicht optimal mit Nährstoffen versorgt. Dies ist der Beginn des gefährlichen Teufelskreises, der zum Burn-out führt.

  

Warum wirkt sich Stress negativ auf meine Gesundheit aus?

Dies lässt sich durch die „Fight-or-Flight“-Reaktion (englisch für „Kampf oder Flucht“) des Körpers erklären. Mit diesem Begriff wird die normale Reaktion des Körpers auf Stress bezeichnet, die Teil unseres Überlebensinstinkts ist. Stellen Sie sich einen Höhlenmenschen vor, der plötzlich vor einem angriffsbereiten Säbelzahntiger steht. Der Körper des Höhlenmenschen bereitet sich blitzschnell darauf vor, den Tiger entweder anzugreifen oder zu flüchten – Fight or Flight. Durch diese natürliche Stressreaktion werden im Körper alle nötigen Prozesse in Gang gesetzt:

  • Herzschlag und Atmung werden beschleunigt, so dass der gesamte Körper optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird
  • er Muskeltonus steigt, so dass die Muskeln angespannt und reaktionsbereit sind
  • die Pupillen weiten sich und die Augenmuskulatur wird aktiviert, um scharfes Sehen zu ermöglichen
  • Arme und Beine werden verstärkt durchblutet, um Kampf oder Flucht zu ermöglichen
  • die Durchblutung von Magen-Darm-Trakt und Immunsystem wird gedrosselt, da diese Körperfunktionen in der akuten Stresssituation (wie im Beispiel mit dem Tiger) nicht benötigt werden

Diese Reaktion ist also kurzfristig durchaus sinnvoll und ermöglicht dem Körper, die akute Stressbelastung zu bewältigen. Hält die Stressreaktion jedoch zu lange an, sind eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz, schmerzende Augen, verspannte Muskeln, Verdauungsstörungen und ein geschwächtes Immunsystem die Folge. In diesem Zustand werden nicht nur die Kraftreserven des Körpers verbraucht, er trägt auch zu vielen der typischen Burn-out-Symptome bei.

Weither (Mentaler Stress) >

 

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