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Startseite Burn-out Phasen Akute Stressbe-/Überlastung
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Stress und Nervosität führen nicht zwangsläufig zu einem Burn-out-Syndrom. Viel entscheidender ist, ob über einen langen Zeitraum mehr Kraftreserven verbraucht werden, als dem Betroffenen zur Verfügung stehen. Im Normalfall kann der Körper auf Ermüdung und Erschöpfung angemessen reagieren – vorausgesetzt, dass es sich nicht um einen Dauerzustand handelt. Bei intensiver Stressbelastung wird dem Körper jedoch häufig zu viel abverlangt; dies begünstigt das Ausbrennen des Körpers.

 

Stress wird häufig ausgelöst durch:
  • Situationen, in denen eine Diskrepanz zwischen Ihren persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten und den Anforderungen von außen herrscht, z. B. in Bezug auf Qualifikation, Zeit und Energie
  • Situationen, in denen Sie sich überfordert oder unzulänglich fühlen
  • Phasen, in denen Sie sich nicht ausreichend erholen können oder Sie wenig Hilfe aus Ihrem sozialen Umfeld erhalten
  • belastende Ereignisse wie z. B. Mobbing am Arbeitsplatz, Erleben von emotionaler oder körperlicher Gewalt oder Angst vor Arbeitsplatzverlust

Negativer Stress

Akuter Stress wird normalerweise mit negativen Ereignissen und Belastung in Verbindung gebracht. Aber auch Dinge, die eigentlich Spaß machen, zehren an den Kraftreserven des Körpers und führen so zu „positivem Stress“. Ist diese „positive Belastung“ zu groß oder hält sie zu lange an, kann auch diese Art von Stress schädlich sein. Selbstverständlich wirkt sich negativer Stress viel schneller belastend auf den Körper aus als positiver. Trotzdem sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass auch „positiver“ Stress den Körper erschöpft und dass Ihr Körper regelmäßig Erholungsphasen benötigt.

    

 

Positiver Stress – eine Mischung aus Begeisterung und Enthusiasmus

Vielleicht gehören Sie auch zu den Energiebündeln, die einfach immer auf Achse sein müssen. Positiver Stress kann ein Hochgefühl vermitteln, durch das normale Erschöpfungssymptome überdeckt werden. Erste Warnsignale des Körpers werden dabei übersehen und die natürlichen Grenzen des Körpers werden überschritten...

   

 

Die nächste Phase

Hält dieser Zustand längerfristig an, ohne dass Pausen eingelegt werden, werden die Kraftreserven des Körpers langsam aufgebraucht. Je erschöpfter Sie sind, desto schwieriger fällt es Ihnen, mit Stressbelastungen umzugehen. In dieser Phase des Burn-outs entwickeln viele Betroffene eine negative Sichtweise, besonders im Hinblick auf die berufliche Situation.

 

Da positiver Stress meist nicht mit negativen Auswirkungen in Verbindung gebracht wird, erkennen viele Betroffene den Ernst der Lage nicht. Warum weniger arbeiten, wenn man erfolgreich ist und die Arbeit Spaß macht? Wenn Ihre Kraftreserven jedoch langsam zu Ende gehen, werden Sie eventuell feststellen, dass viele Dinge, die Sie vorher gern gemacht haben, plötzlich keinen Spaß mehr bringen.

  

Gerade für Erfolgsmenschen, die es gewohnt sind, dass ihnen im Leben alles gelingt, ist diese Situation häufig problematisch. Sie haben größere Schwierigkeiten, sich und anderen einzugestehen, dass ihre Grenzen erreicht sind und dass sie die Zügel nicht mehr so gewohnt fest in der Hand haben.

   

 

Wer jetzt nicht die Notbremse zieht, wechselt in die nächste Phase: chronischer Stress

    

 

Bericht eines Unternehmensberaters über seine Arbeit an stressintensiven Projekten im Bereich Offshore-Engineering:

„...eine Zeitlang meldeten sich viele Mitarbeiter krank. Die Beschwerden reichten von Hautausschlägen an Gesicht und Händen über Sehstörungen bis hin zu starken Kopfschmerzen und Herzproblemen. Vier meiner Kollegen suchten einen Arzt auf, da sie unter Herzrhythmusstörungen litten. Zwar ist dieses Symptom häufig harmlos, trotzdem handelt es sich in vielen Fällen um ein Anzeichen von akutem Stress. Der Hautausschlag und die Sehstörungen können durch das lange Sitzen vorm Computer ausgelöst worden (dafür gibt es aber noch keine hinreichenden wissenschaftlichen Belege). Keiner dieser Mitarbeiter war als ernsthaft krank zu bezeichnen und es handelte sich in keinem Fall um lebensbedrohliche Leiden. Trotzdem führten diese Symptome zu einem Leistungsabfall, da die Betroffenen befürchteten, unter einer ernsten Erkrankung zu leiden. Diese Ängste führten wiederum zu einer höheren Stressbelastung. Und wir sprechen hier von 30- und 40-Jährigen...“

 

##Häufig sind Herzrhythmusstörungen harmlos. Liegen allerdings bestimmte familiär gehäuft auftretende Erkrankungen oder eine koronare Herzkrankheit vor, können die Herzrhythmusstörungen auch lebensbedrohlich sein. Wenn Sie bei sich einen ungewöhnlichen Herzschlag beobachten oder befürchten, unter einer Herzerkrankung zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

   

    

Weiter (Chronischer Stress) >

 

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